1. Was gehört in ein strukturiertes Wohnungsübergabeprotokoll?
Bei einer Wohnungsübergabe ist es entscheidend, den genauen Zustand der Immobilie zum Zeitpunkt der Übergabe lückenlos festzuhalten. Eine oberflächliche Bewertung wie „in Ordnung“ oder „beschädigt“ reicht im Ernstfall nicht aus. Empfohlen wird eine strukturierte, raumweise Begehung der gesamten Wohnung.
Dabei sollten alle relevanten Bereiche systematisch kontrolliert werden, darunter Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Badezimmer, Flur, Balkon oder Terrasse sowie Keller- und Nebenräume. Innerhalb der Räume gilt das Augenmerk insbesondere den Wänden, Decken, Böden, Fußleisten, Fenstern, Türen, Heizkörpern, Steckdosen und den Sanitäranlagen. Auch der Eigentümerverband Haus & Grund empfiehlt bei der Wohnungsabnahme eine solch detaillierte Betrachtung.
Wichtig ist, festgestellte Mängel so präzise wie möglich zu beschreiben. Vermeiden Sie vage Aussagen:
- Negativ-Beispiel: „Boden beschädigt“
- Positiv-Beispiel: „Wohnzimmer, Parkett vor der Balkontür: drei deutlich sichtbare Kratzer, jeweils ca. 10 cm lang.“





