Aufbau und Systemarten von Gaslöschanlagen
Gaslöschanlagen werden basierend auf dem gewählten Löschmittel und den objektspezifischen Schutzanforderungen in unterschiedliche Systemarten unterteilt. Bei der Instandhaltung und Prüfung ist die genaue Kenntnis über das installierte System entscheidend, da sich die physikalischen Löschprinzipien sowie die Anforderungen an den Personenschutz maßgeblich unterscheiden. Zu den gängigsten Systemen gehören CO₂-Löschanlagen, Inertgas-Löschanlagen (wie Argon, Stickstoff oder Mischgase wie Inergen) sowie Anlagen mit halogenierten chemischen Löschgasen (wie FK-5-1-12 oder HFC-227ea).
Während CO₂-Löschanlagen primär durch Sauerstoffverdrängung und lokale Kühlung wirken und aufgrund der lebensgefährlichen Löschgaskonzentration extreme Anforderungen an den Personenschutz stellen, löschen Inertgase ebenfalls durch Sauerstoffreduktion, jedoch meist in für den Menschen weniger kritischen Bereichen. Halogenierte Kohlenwasserstoffe hingegen entziehen dem Brandherd durch physikalische und chemische Effekte die Wärmeenergie. Jedes dieser Systeme erfordert eine spezifische Betrachtung der Rohrnetzberechnung, der Düsenanordnung und der Dichtheit des umschlossenen Raumes.
- CO₂-Löschanlagen (VdS 2093): Hohe Löschwirkung, erfordert strikte Personenschutzmaßnahmen.
- Inertgas-Löschanlagen (VdS 2380): Löschen durch Sauerstoffverdrängung mittels Argon, Stickstoff oder Mischgasen.
- Halogenierte Kohlenwasserstoffe (VdS 2381): Chemisch wirkende Löschgase mit schnellem Löscheffekt.
- Systemanerkennung und Funktionsmatrix: Abgleich der installierten Komponenten mit den Zulassungsdokumenten.





