Brandschutz6 Min Lesezeit

Aufzugsnotruf Checkliste – Vorlage zur Funktionsprüfung & Dokumentation

Prüfen Sie Aufzugsnotrufsysteme strukturiert und dokumentieren Sie die Funktionsfähigkeit direkt vor Ort. Mit dieser digitalen Vorlage erfassen Servicetechniker, Hausverwaltungen und Gebäudebetreiber alle relevanten Prüfpunkte mobil per Smartphone oder Tablet. So erfüllen Sie gesetzliche Dokumentationspflichten lückenlos und koordinieren Mängelbehebungen ganz ohne Zettelwirtschaft.

Vorschau der Vorlage „Aufzugsnotruf Checkliste – Vorlage zur Funktionsprüfung & Dokumentation"
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Inhalt der Vorlage

Was ist in der Vorlage enthalten?

Objekt-, Betreiber- und Aufzugsdaten

Identifikation des jeweiligen Aufzugs und Notrufsystems

Kontrolle der Notrufauslösung direkt im Fahrkorb

Prüfung der Zweiwege-Sprachkommunikation mit dem Notdienst

Kontrolle der Erreichbarkeit und korrekten Anlagenzuordnung

Prüfung der Stromversorgung beziehungsweise Funktion bei Netzausfall

Dokumentation festgestellter Störungen und erforderlicher Maßnahmen

Abschluss der Kontrolle mit Ergebnis, Prüfer und Datum

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Aufzugsnotruf direkt digital kontrollieren

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Was wird bei einem Aufzugsnotrufsystem geprüft?

Ein moderner Aufzugsnotruf muss weit mehr leisten, als lediglich einen Signalton im Schacht auszulösen. Für Aufzugsanlagen, die von Anhang 1 Nummer 4.1 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) erfasst werden, ist im Fahrkorb ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem vorgeschrieben. Über dieses System muss ein Notdienst ständig erreicht werden können.

Die Technische Regel für Betriebssicherheit (TRBS 3121) konkretisiert diese Anforderungen: Das System muss eine Sprachkommunikation in beide Richtungen ermöglichen. Eine eingeschlossene Person muss also nicht nur eine Meldung absetzen, sondern auch aktiv mit dem Notdienst kommunizieren können. Bei einer Aufzugsnotruf Funktionsprüfung stehen daher folgende Aspekte im Fokus:

Die aktuell gültige DIN EN 81-28:2022-08 behandelt den Fern-Notruf für Personen- und Lastenaufzüge. Obwohl im Jahr 2025 ein Entwurf für eine überarbeitete Fassung (DIN EN 81-28:2025-09) veröffentlicht wurde, bleibt die Ausgabe von 2022 bis zur endgültigen Ablösung die maßgebliche Norm.

  • Lässt sich der Notruf ordnungsgemäß im Fahrkorb auslösen?
  • Wird die Verbindung zum vorgesehenen Notdienst fehlerfrei hergestellt?
  • Ist eine verständliche Sprachkommunikation in beide Richtungen möglich?
  • Kann der Notdienst sofort erkennen, von welcher Aufzugsanlage der Ruf stammt?
  • Funktioniert das Notrufsystem auch bei einem Stromausfall der Aufzugsanlage (Notstromversorgung)?
  • Werden vorhandene Störungen oder Fehlermeldungen automatisch erkannt?
  • Sind alle Kennzeichnungen, Hinweise und Piktogramme im Fahrkorb gut lesbar vorhanden?

Warum ein Handy im Aufzug kein Notrufsystem ersetzt

In der Praxis wird gelegentlich die Frage gestellt, ob das Mitführen eines Mobiltelefons ausreicht, um im Notfall Hilfe zu holen. Die TRBS 3121 stellt hierzu unmissverständlich klar: Das Zweiwege-Kommunikationssystem muss fest mit der Aufzugsanlage verbunden sein. Ein einfaches Handy erfüllt diese Vorgaben nicht.

Diese Regelung ist absolut praxisnah: Im Ernstfall kann man nicht davon ausgehen, dass jede eingeschlossene Person ein funktionsfähiges, geladenes Smartphone besitzt. Zudem ist der Mobilfunkempfang in geschlossenen Aufzugskabinen oft stark eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Das fest installierte Notrufsystem Aufzug muss daher völlig unabhängig von privaten Mobilgeräten funktionieren.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Ausfallsicherheit. Das Zweiwege-Kommunikationssystem muss laut Gesetzgeber auch bei einem Stromausfall an der Aufzugsanlage voll wirksam bleiben. Während in Fachkreisen oft präzise vom Zweiwege-Kommunikationssystem gesprochen wird, suchen Anwender im Alltag meist nach dem Begriff Notrufsystem – beide Bezeichnungen meinen in diesem Kontext dieselbe lebensrettende Technik.

Typische Fehler bei der Kontrolle von Aufzugsnotrufsystemen

Bei der regelmäßigen Kontrolle schleichen sich häufig Fehler ein, die im Ernstfall schwerwiegende Folgen haben können. Eine unvollständige Prüfung gefährdet nicht nur die Sicherheit der Fahrgäste, sondern kann für Betreiber auch haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Besonders kritisch ist eine Situation, in der zwar technisch eine Verbindung aufgebaut wird, der Notdienst aber nicht erkennen kann, aus welchem Gebäude oder von welchem Aufzug der Hilferuf stammt. Die TRBS 3121 sieht explizit vor, dass der Notdienst den genauen Standort der Aufzugsanlage identifizieren und eingehende Meldungen lückenlos dokumentieren kann.

  • Der Notruftaster wird betätigt, aber die tatsächliche Sprachverbindung wird nicht abgewartet und getestet.
  • Eine Verbindung wird aufgebaut, aber die Sprachqualität ist so schlecht, dass keine Verständigung möglich ist.
  • Der Notdienst kann den betroffenen Aufzug aufgrund veralteter Daten nicht eindeutig identifizieren.
  • Die Anlage wurde umgebaut oder die Rufnummer geändert, ohne das Notrufsystem entsprechend anzupassen.
  • Die Überprüfung der Stromversorgung beziehungsweise der Notstromfunktion (Akkutest) wird vernachlässigt.
  • Festgestellte Mängel werden nur mündlich kommuniziert und nicht schriftlich oder digital festgehalten.
  • Die Ergebnisse der Funktionskontrolle werden nicht nachvollziehbar dokumentiert.

Aufzugsnotruf direkt digital kontrollieren und dokumentieren

Mit einer digitalen Aufzugsnotruf Checkliste optimieren Sie den gesamten Prüfprozess. Der Servicetechniker kommt zum Objekt, öffnet die Vorlage auf seinem Smartphone oder Tablet und erfasst direkt die Aufzugsdaten. Schritt für Schritt wird er durch die Prüfung geführt: Notruf auslösen, Verbindung zur Notrufzentrale testen, Zweiwege-Kommunikation prüfen, Notstromversorgung kontrollieren und das Ergebnis festhalten. Eventuelle Störungen können sofort per Foto dokumentiert und mit einer Maßnahmenbeschreibung versehen werden. Nach dem Abschluss der Kontrolle ist kein mühsames Übertragen von handschriftlichen Notizen im Büro mehr nötig.

Ein realistisches Praxisbeispiel verdeutlicht den Vorteil: Ein Servicetechniker kontrolliert den Notruf eines Personenaufzugs in einem Mehrfamilienhaus. Nach Betätigung des Notruftasters wird die Verbindung aufgebaut. Die Gegenstelle kann mit dem Techniker sprechen und nennt den korrekten Standort der Anlage. Bei einem zweiten Aufzug im selben Objekt kommt zwar eine Verbindung zustande, die Sprache aus dem Fahrkorb ist jedoch extrem leise und unverständlich. Der Techniker dokumentiert diese Störung sofort digital in der Checkliste, ordnet sie der betroffenen Anlage zu und leitet die Reparatur ein. So ist für die Hausverwaltung später genau nachvollziehbar, an welchem Aufzug Handlungsbedarf bestand.

Notrufsystem und Notfallplan gehören zusammen

Ein funktionierender Aufzugsnotruf ist ein zentrales Element, stellt aber noch nicht das gesamte Rettungskonzept dar. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt von Betreibern zusätzlich das Bereithalten eines aktuellen Notfallplans. Während das Notrufsystem dafür sorgt, dass eine eingeschlossene Person Hilfe rufen kann, regelt der Notfallplan den genauen Ablauf der Personenbefreiung.

Der Notfallplan enthält wichtige Angaben zum Standort der Anlage, zu den verantwortlichen Personen, Kontaktdaten für Erste Hilfe sowie detaillierte Anweisungen zur Notbefreiung. Die TRBS 3121 fordert, dass die Befreiung eingeschlossener Personen zu jeder Zeit und möglichst schnell eingeleitet werden muss. Ein funktionierendes Zusammenspiel aus Notrufsystem, dem ständig erreichbaren Notdienst und dem vor Ort verfügbaren Notfallplan ist daher unerlässlich.

Wie oft sollte das Aufzugsnotrufsystem geprüft werden?

Für die Prüfung von Aufzugsnotrufsystemen gibt es keine pauschale gesetzliche Frist wie 'exakt alle drei Monate'. Die TRBS 3121 sieht regelmäßige betriebliche Kontrollen der Aufzugsanlage vor und nennt die Funktionsfähigkeit des Zweiwege-Kommunikationssystems ausdrücklich als erforderlichen Kontrollpunkt.

Die konkreten Intervalle für Kontrollen und Instandhaltungsmaßnahmen müssen vom Betreiber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden. Hierbei sind die Herstellerangaben des Notrufsystems, die Betriebsbedingungen und die Frequenz der Aufzugsnutzung zu berücksichtigen. Auch bei den offiziell vorgeschriebenen Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) wird das Notrufsystem stets genau unter die Lupe genommen.

Häufige Fragen

Fragen zur Vorlage „Aufzugsnotruf Checkliste"

Mehr als eine Vorlage

Was ProtocolHero zusätzlich für dich übernimmt

Eine Vorlage allein ist erst der Anfang – ProtocolHero macht aus jedem Protokoll einen durchgängigen digitalen Workflow mit KI-Unterstützung, Workflow-Freigaben und revisionssicherem Archiv.

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Der HERO Assistant ist der eingebaute KI-Chat von ProtocolHero. Du kannst per Spracheingabe ein komplettes Dokument anlegen lassen oder ein bestehendes PDF, Foto oder Word-Dokument hochladen – die KI liest die Struktur aus und baut eine wiederverwendbare Vorlage daraus.

Auto-Fill aus Sprache, Foto und Datei

Beim Ausfüllen kannst du das Dokument per Sprachsteuerung diktieren – die KI ordnet die Inhalte automatisch den richtigen Feldern zu. Oder du lädst Fotos, Scans, Verträge, Datenblätter oder Ausweise hoch: Der HERO Assistant extrahiert die Daten und befüllt das Formular vor – du prüfst und unterschreibst.

Foto- und Video-Upload direkt im Dokument

Zu jedem Bauteil, Messpunkt oder Schadensbild kannst du Fotos und Videos direkt aus der App anhängen. Videos sind besonders nützlich, wenn ein Schadensbild dynamisch ist – ein einzelnes Standbild würde den Befund nicht ausreichend dokumentieren.

Kommentare als Aufgaben – intern und mit dem Kunden

Jede Position im Dokument kann kommentiert und als Aufgabe an einen Kollegen, an dich selbst oder direkt an den Kunden zugewiesen werden. Kommentare können wahlweise rein intern bleiben oder im freigegebenen Kundenlink mitgeteilt werden.

Workflow: Bearbeiter zuweisen, Prüfer freigeben

Dokumente lassen sich an Kollegen weiterleiten und können einen festen Prüfer haben, der die letzte fachliche Freigabe erteilt, bevor das Dokument unterschrieben oder an den Kunden geht.

Activity-Log für lückenlose Nachvollziehbarkeit

Jedes Dokument hat einen vollständigen Aktivitäts-Verlauf: Wer hat wann was geändert, kommentiert, hochgeladen, freigegeben, unterschrieben. Das Log ist auf Wunsch auch im Kunden-Freigabelink sichtbar – ideal für Auditoren, Versicherer und Kunden.

Eindeutige Protocol-ID je Dokument

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Fortlaufende, lückenlose Berichts-Nummern (z. B. Protokoll-2026-001, 002, 003 …) je Dokumenttyp und Kunde – ohne manuelles Vergeben, ohne Dubletten.

Web-Formular & Inbox

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Vorlagen lassen sich als öffentliches Web-Formular auf der eigenen Website einbinden – ein ausgefülltes Dokument landet automatisch in deiner ProtocolHero-Inbox zur Weiterbearbeitung.

QR-Code-Etiketten für Anlagen und Bauteile

Neu

QR-Code-Etiketten pro Anlage, Bauteil oder Abschottung, die beim Scannen direkt das hinterlegte Protokoll, die Historie und alle Wartungs- bzw. Prüfdokumente öffnen.

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